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john melmoth

Leichtmatrose

  • »john melmoth« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 8

Registrierungsdatum: 8. August 2016

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Sonntag, 30. Juli 2017, 13:55

Der optimale Start - bis zu den ersten Adligen

Hi,

ich bin wieder dem Spiel verfallen und habe mich dementsprechend mal daran gemacht, herauszufinden, wie man möglichst optimal in ein (schweres) Endlosspiel oder ein Multiplayermatch starten kann. Dabei bin ich auf einen uralten und mittlerweile schlecht formatierten Foren-Thread im Ubi-Forum gestoßen (http://forums-de.ubi.com/showthread.php/…rly-game-Forums) und habe das Imperatorszenario eines recht erfahren wirkenden Annospielers analysiert, der sich ebenfalls weitgehend an die Hinweise im Forum zu halten scheint (https://www.youtube.com/watch?v=2pDKMm22…F21856AA20BEF3C)

Ich habe also wenig selbst geleistet, außer mir Gedanken zum Gelesenen und Gesehenen zu machen, den Thread für mich minimal anders zu ordnen und selbst formuliert niederzuschreiben.

Jetzt dachte ich aber, dass es sicher auch für andere interessant sein könnte und will es deshalb hier teilen. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen, sein Spiel zu verbessern oder neuen Spielern, die sich an das Heerführer- oder Imperatorszenario wagen wollen.



Vorüberlegungen

  • Basierend
    auf dem Imperator-Szenario; Start mit Flagschiff, 40t Werzeug, 40t
    Holz, 10t Fisch, 10000 Gold.

  • Die
    Okzident-Hauptinsel sollte möglichst über jeweils mindestens zwei
    Eisen- sowie Steinvorkommen verfügen.

  • Die
    Orient-Hauptinsel sollte Fruchtbarkeit für Datteln, Gewürze und
    ggf. Ton aufweisen, außerdem sind ein oder mehr Quarzvorkommen von
    Vorteil.

  • Natürlich
    können jeweils auch mehr Inseln besiedelt werden, um mangelnde
    Inselvoraussetzungen auszugleichen, des Weiteren gibt es Saatgut.

  • Außerdem
    sind kurze Distanzen zwischen den Inseln anzuraten, um zu
    verhindern, Mitspieler unnötig schnell aufzudecken.

  • Der
    Fokus zu Beginn liegt auf dem schnellstmöglichen Errichten einer
    eigenen Werkzeugproduktion und dem Erreichen einer angemessen
    positiven Bilanz, um sich wirtschaftlich und ab dem Bürgerlevel
    auch militärisch gegen starke Mitspieler behaupten zu können.





Der
Spielbeginn


  • Unmittelbar zu Beginn werden die zehn Tonnen Fisch an Lord Northburg
    verkauft, Werkzeug und Holz wird bei ihm aufgekauft.


  • Finden einer angemessenen Okzident-Hauptinsel, Errichten des
    Kontors.


  • Fischer


  • Fünf bis Sechs Holzfäller. Sechs sind denke ich zu bevorzugen, da schnell viel
    Holz benötigt wird.


  • Marktplatz


  • 24 Bauernhäuser, die für den Moment ausreichend sind, da die
    Fischerhütte genau so viele versorgen kann. Um das Einkommen zu
    maximieren, wird das Steuerlevel auf „glücklich“ gesetzt.


  • Ausladen der verbleibenden Ressourcen vom Flagschiff, aufbrechen zu
    Lord Northburg.


  • Mosthof, sobald 60 Bauern erreicht werden


  • Kapelle, sobald 90 Bauern erreicht werden. Steuerlevel auf
    Euphorisch, sodass schnellstmöglich Bürger in das Dorf einkehren.


  • Mit den 50 Ruhm, die man für das Ansiedeln von 90 Bauern erhält,
    wird die entsprechende Urkunde bei Northburg gekauft und der
    Großwesir aufgesucht.


Die
ersten Bürger


  • Übergeben der Urkunde an Al Zahir, kaufen seiner zehn Werkzeuge.


  • Suchen einer Orient-Hauptinsel mit dem Orient-Schiff.


  • In der Zwischenzeit: Sobald die ersten Bürger einziehen, wird das
    Steuerlevel für sie auf „glücklich“ gesetzt. Häuser werden
    manuell aufgewertet, bis 16 Bürgerhäuser erreicht wurden.


  • Steinmetz, gleich nachdem das erste Bürgerhaus erreicht wurde.


  • Mosthof


  • Fischer (Mosthof und Fischer können je nach Lagerbestand auch etwas
    später errichtet werden)


  • Wenn möglich 16 weitere Bauernhäuser, die mit überschüssigem
    Holz errichtet werden. Dabei nicht unter 30 Holz gehen, um darauf
    achten, dass ausreichend Holz für die Werkzeugproduktion übrig
    bleibt.


  • Beim Venezianer oder den anderen NPC-Händlern ausreichend Werkzeug
    kaufen, um die Werkzeugproduktion vollständig zu errichten. Dafür
    sind insgesamt 43 Holz, 22 Werkzeuge und 13 Steine vonnöten. Da die
    erste Werkzeugschmiede erst einmal ausgelastet werden muss, können
    mit dieser auch die fünf Werkzeuge für die zweite Schmiede
    produziert werden, die dann nicht unbedint eingekauft werden
    müssten.


  • Eisenmine


  • Köhlerhütte


  • Eisenschmelze


  • Zwei Werkzeugschmieden


  • Sollte noch kein Quest angeboten worden sein, bei einem der
    NPC-Händler im Diplomatie nach einem solchen Fragen.


  • Weitere 14 Bauernhäuser. Dann sollten insgesamt 38 Bauern und 16
    Bürgerhäuser vorhanden sein, die mit der aktuellen Warenproduktion
    versorgt werden können. Die Bilanz sollte um die +300 betragen.
    Dabei ist stets das Steuerlevel der Situation entsprechend
    anzupassen. Zu beachten ist, dass bei den NPC-Händlern Gold gegen
    Ruhm getauscht werden kann, um Prozesse zu beschleunigen. Aber zu
    beachten ist auch, dass es eventuell bessere
    Verwendungsmöglichkeiten für den Ruhm geben könnte, je nach
    Situation (neue Urkunden, Hilfsflotten, Errungenschaften, Items
    usw.)




  • Ab diesem Punkt ist die Aufbaureihenfolge weniger „in Stein
    gemeißelt“


  • Parallel zum Errichten der Werkzeugproduktion kann bereits die
    Orient-Hauptinsel besiedelt werden (s.u.), allerdings nur in dem
    Maße, in dem das Budget es zulässt. Der finanzielle Fokus liegt
    auf den Werkzeugen.






Der
Orient


  • Basaar


  • 14 Nomadenhäuser


  • Dattelfarm. Dabei wenn möglich auf fruchtbares Land zurückgreifen,
    um eine Noria zu vermeiden.


  • Zwei Gewürzfarmen, sobald diese freigeschaltet werden und der
    entsprechende Bedarf bei den Bürgern des Okzidents besteht. Je nach
    Budget kann die zweite Farm auch etwas später folgen.


  • Wenn 10-20t Gewürze produziert worden sind, werden sie per
    Handelsroute zur Okzident-Insel befördert.






Der
Okzident



  • Vier Hanfplantagen


  • Zwei Weber. Erst einmal kann auch lediglich eine Produktion errichtet
    werden, die zweite sollte jedoch sobald nötig folgen. Auch sollte
    mit dem Errichten der Weber jeweils gewartet werden, bis die
    Hanfproduktion angelaufen ist.


  • Da voraussichtlich Werkzeuge knapp und Holz vorhanden sein wird,
    werden mit dem überschüssigen Holz weitere Bauernhäuser
    errichtet. Ein neuer Marktplatz wird ggf. errichtet. Sobald vonnöten
    werden neue Mostfarmen und Fischerhütten errichtet.


  • Zwei weitere Steinbrüche, überschüssiger Stein sollte bspw. im
    Flaggschiff gelagert werden.


  • Mit dem neuen Werkzeug werden Bauernhäuser zu Bürgerhäusern
    gemacht, bis von letzteren 60 vorhanden sind. Mehr können von zwei
    Gewürzfarmen nicht versorgt werden.


  • Errichten der Schenke, sobald Gewürze aus dem Orient geliefert
    werden und angemessen viel Kleidung produziert wird.


  • Jetzt werden die ersten Bürger zu Patriziern gemacht. Hier sollte
    nicht übermäßig viel Baumaterial investiert werden, weil
    Patrizier mit der aktuellen Versorgung kaum ein Mehr an Steuern
    zahlen.




  • Nun sind um die 40 Bauernhäuser, 50 Bürgerhäuser und ein paar
    Patrizier vorhanden, die Bilanz bei entsprechend korrektem
    Steuersatz um die +900. Zeit, um eine zweite Werkzeugproduktion zu
    errichten.






Patrizier
und neues Land


  • Da ohnehin Bier und Brot benötigt wird, kann die zweite
    Werkzeugproduktion beispielsweise mit diesen und weiteren Stein- und
    Holzproduktionen auf einer neuen Insel produziert werden. Dafür
    werden 40t Holz, 40t Werkzeug und 20t Stein auf das Flaggschiff
    geladen und es wird ein Eiland mit Fruchtbarkeit für Weizen und
    Kräuter sowie Stein- und Erzressourcen gesucht und besiedelt.


  • Auf diesem neuen Eiland:


  • Zwei Holzfäller


  • Eisenmine


  • Köhlerhütte


  • Eisenschmelze


  • Zwei Werkzeugschmieden


  • Steinbruch

  • Auf
    der Okzident-Hauptinsel:


  • Hanffarm


  • Seilmacher


  • Kleine Werft, sobald ausreichend Seile vorhanden sind und dem
    Bedarf entsprechend kleine Handelsschiffe gebaut werden können.

  • Im
    Orient:


  • Hier sollten die Nomadenhäuser parallel auf 30 aufgestockt und die
    nötigen Urkunden bei Al Zahir abgeliefert werden, um Quarz
    freizuschalten. Außerdem sollte eine Ziegenfarm errichtet werden.






Adlige
und darüber hinaus


  • An dieser Stelle wird das Spiel noch freier, sollte noch
    individueller an das jeweilige Spiel und die jeweilige Situation
    angepasst werden. Vieles ist zu tun, auch parallel. Unter anderem:


  • Errichten der Brot- und Bierproduktion auf der neuen Insel,
    Transport der Waren.


  • Sobald Quarz freigeschaltet wird, sollte dieser abgebaut und in den
    Okzident geliefert werden.


  • Errichten einer Glasproduktion.


  • Ausbauen weiterer Bauernhäuser, errichten evtl. nötiger
    Warenproduktionen (insb. Kutten und Gewürze).


  • Errichten einer Waffenproduktion und eines Turnierplatzes.


  • Diplomatie sollte angemessen und je nach Bedarf betrieben werden.


  • Zum Schutz vor eventuellen Kriegserklärungen und dem Korsaren
    sollten parallel außerdem die Häfen mit Abwehrtürmen,
    Reperaturkränen und die Hauptinsel mit einer Festung ausgestattet
    werden. Handelsrouten werden mit dem Flaggschiff oder kleinen
    Kriegsschiffen geschützt.


  • Die Bevölkerung wird weiter bilanzfördernd ausgebaut, zunächst
    kann noch zu Adligen aufgestiegen werden. Letztendlich ist man
    bereit für den Krieg, zumindest jedoch souverän.









Ich wünsche euch viel Erfolg!


Edit: Da die Formatierung hier nach dem Kopieren und Einfügen aus meinem Writer auch etwas schief ist, häng ich das Ganze noch mal als PDF-Dokument an.
»john melmoth« hat folgende Datei angehängt:

jackie251

Deckschrubber

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2

Mittwoch, 2. August 2017, 10:26

klitzekleine Anmerkung: ein Fischer versorgt bis zu 25 Bauernhäuser
sind ein paar Taler mehr Steuereinnahmen für nur 2 Holz.

Sonst klingt alles gut, auch wenn es nicht zu meiner Spielweise passt (Krieg und Anno passen für mich schon seit den Anfängen nicht zusammen).

john melmoth

Leichtmatrose

  • »john melmoth« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 8

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3

Mittwoch, 2. August 2017, 19:58

Andererseits wird der Start-Fisch ja verkauft, d.h. die Produktion sollte vielleicht nicht EXAKT mit dem Bedarf übereinstimmen, damit der Fischbestand nicht zwischen 0 und 1 Tonne dahinsiecht. Aber es ginge sicher, ja.

Zum Spielstil: Ich spiele recht militant (oder auch dominant, ich würde keinen aus der Spielwelt vertreiben bis es unbedingt nötig ist) und baue auch gerne Befestigungsanlagen (auch ästhetisch motiviert, ich finde es gehört zur Stadt dazu), daher ist optimales Spielen für mich besonders wichtig. :lol:

jackie251

Deckschrubber

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4

Donnerstag, 3. August 2017, 14:35

Das ist kein Problem. Die Produktion für 200 Bauern ist ja sofort am Anfang vorhanden, der Verbrauch jedoch nicht.

Ich weis das nur weil sich mit Minimalbauerstädten das Goldsäckel auffüllen lässt (gut sicherlich nicht in Spielen mit vielen aggresiven Gegnern). Mit 61 Holz und 7 Werkzeug kann man auf einer neuen Insel 1 Kontor, 1 Fischer, Markt und 20 Häuser bauen. Das bringt sobald alle eingezogen sind rund 240 Tale netto in die Bilanz und zusätzlich 50 Ruhm.
Und selbst wenn ich das mache muss das Schiff kein Fisch mitbringen, weil ich die Häuser nicht schnell genau bauen kann und sie nicht schnell genug voll bezogen sind, bevor der Fischer eine kleine Reserve geschaffen hat.

Wenn man gerade erst die Startinsel besiedelt und zusätzlich noch eine Holzproduktion mit Wegen usw aufbauen muss, ist man noch langsamer.
Ein kleiner Überschuss ist auf der Hauptinsel aber nicht falsch es gibt ja auch immer mal eine Aufgabe für die man Fisch braucht.